Verstoß gegen das BtMG: Blackbox Handy und Blackbox Laptops

Bundesweit sind wir ausschließlich auf dem Gebiert des Strafrechts tätig und haben seit 2005, der Gründung unserer Kanzlei mit Spezialisierung Betäubungsmittelstrafrecht, bereits mehr als 12.000 Ermittlungsverfahren und Strafverfahren verteidigt.

In den vergangenen Jahren hat der internetbasierte Betäubungsmittelhandel zugenommen. In diesem Zusammenhang haben wir seit einigen Jahren eine Vielzahl sogenannter Darknet – Verfahren verteidigt. Hier verteidigen wir nicht nur Empfänger von BtM-Postsendungen, mithin die, die Drogen über das Darknet bestellt haben und der Zoll die Briefe abgefangen hat, sondern auch die Hintermänner in Verfahren, die im Zusammenhang mit dem Darknet stehen und weltweit Drogen aus Deutschland vertreiben. In diesem Zusammenhang haben wir viele Mandanten aus Holland verteidigt, die die Drogen / Briefumschläge nach Deutschland geschmuggelt haben, die das Marihuana, Kokain, Amphetamin und die XTC – Tabletten in Briefkästen in Deutschland als Kuriere einlegen. Im Januar 2019 haben wir einen Mandanten, der eine Tonne an Drogen über das Darknet verkauft, nach Deutschland aus den Niederlanden eingeführt und über „Verpackerwohnungen“ portioniert und verschicken hat lassen, verteidigt.

Als Kanzlei, die grenznah zu Holland ihren Kanzleisitz hat, verteidigen wir insbesondere in den Gerichtbezirken Kleve, Aachen, Münster, Osnabrück und Krefeld. Vorbenannte Gerichte (Amtsgericht und Landgericht) sind häufig der Schauplatz für spektakuläre Verfahren rund um das Darknet.

Abhören von Handys und Auswertung von Laptops

In den meisten BtM – Verfahren, vor allem wenn es um bandenmäßiges Handeltreiben mit Betäubungsmitteln geht, werden durch die Ermittlungsbehörden TKÜ Maßnahmen (Telekommunikationsüberwachungen) geschaltet. Eine Telefonüberwachung wird geschaltet, Nachrichten und Anrufe durch die Polizei aufgezeichnet.

Mobilfunktelefone werden in mittlerweile fast allen Drogenverfahren ausgewertet, mit dem Ziel: WhatsApp Nachrichten und SMS Mitteilungen auszulesen. Deren Inhalt kann als Beweismittel angeführt werden, um einen Handel mit Betäubungsmitteln nachzuweisen. Je nach Beweislage kann dies dazu führen, dass Sie in Untersuchungshaft kommen, eine Hausdurchsuchung haben oder eine Vorladung zur Beschuldigtenvernehmung bei der Polizei erhalten.

Früher haben Mandanten ihre Telefone auf andere Personen angemeldet, SIM – Karten häufig gewechselt und versucht, in den Telefonaten, bei WhatsApp, über Facebook oder SMS die Drogengeschäfte zu verschleiern.

Mittlerweile werden für legale und illegale Geschäfte sog. Blackbox Handys und Blackbox Laptop benutzt, die technisch sicherlich eine Innovation sind.

Dieser Artikel soll sich mit dem Gerät selbst und seinen Funktionen auseinandersetzen.

Blackbox Handy / Ironchat und Darknet

Ein Blackbox Security Mobilfunktelefon ist ein Handy, welches mit einem sogenannten Ironchat ausgestattet ist.

Es dient der sicheren Kommunikation mittels eines sicheren Handys und einem sichern Chat, der insbesondere im Zusammenhang mit Drogengeschäften benutzt wird.

Ein Chat – Account setzt sich zusammen aus einer E – Mail – Adresse und einem Passwort.

Die Kunden, die ein Blackboxhandy erwerben, erhalten ein Handy, in dem Passwort und die E – Mailadresse bereits vorab eingestellt sind.

Das Passwort des Blackbox Handys und die E – Mail-Adresse des Blackbox – Gerätes können die Kunden nicht ändern.

Die Kunden können ein Passwort können ein Passwort für das Gerät vergeben und ein weiteres Passwort für den Ironchat.

Das  Passwort für die E – Mailadresse erhält der Kunde nicht. Die E – Mailadresse ist wie ein Code:

z.B.

Person A: 2873aabxyq@blackbox-security.com

Person B: xyz77288@blackbox-security.com

Die Konten sind immer zunächst leer.

Die Kunden können sodann selbst eine E – Mail – Adresse von einer dritten Person zufügen.

A fügt z.B. sodann B hinzu und kann somit mit diesem kommunizieren.

B sieht sodann die E – Mailadresse von A und kann mit diesem in Kontakt treten.

B kann sodann A einen Namen / Spitznamen geben.

B sieht sodann den vergeben Namen in seinem Gerät. Dies ist sodann wie in einem „normalen“ Mobilfunktelefon der Kontakt.  

Wir kein Name vergeben, so sieht er folgelogisch nur die E – Mail – Adresse, wie bei einem „normalen“ Handy, bei welchem man in diesem Fall ja auch nur die Nummer des Kommunikationspartners sieht.

Blackbox Laptop / Ironchat und Darknet

Ein Blackbox Laptop ist ein gesicherter Laptop mit drei Passwortmöglichkeiten. Bei dem ersten Reset des Laptops gibt der Kunde selbst die Passwörter ein.

Auf dem Laptop wird der Pidgin-Chat genutzt.

Den Pidgin-Chat kann man mit dem Messenger „MSN“ vergleichen, aber man hat die Möglichkeit, Teilnehmer hinzuzufügen.

Dies funktioniert mit dem gleichen System, wie bei einem Blackbox Handy, wie bereits oben beschrieben.

Über den Pidgin – Chat kann man sich untereinander sicher austauschen. Auf ein Blackbox Handy kann man aber nur Textnachrichten schicken. Zwischen zwei Blackbox Laptops kann man aber auch Dateien austauschen, wenn dies erwünscht ist.

Der Laptop nutzt drei Browser (Morzilla Firefox):

  • Secure Internet
  • Medium
  • Onsecure

Blackbox Handy und Blackbox Laptop wurden zur maximal sicheren Kommunikation zwischen Personen konzipiert.

Es handelt sich um ein Linux – System, für die Leser, die Computerinteressiert sind, eine durchaus nutzvolle Information.

Kunden können naturgemäß aber auch TOR installieren und damit auch auf diese Weise, vergleichsweise noch sicherer, das Clearnet verlassen und sich sodann in dem Bereich des Darknets begeben.

Ermittlungsverfahren / Strafverfahren / Hausdurchsuchung / Untersuchungshaft

Wenn Sie oder ein Angehöriger mit einem Verfahren wegen des Verstoßes gegen das BtMG konfrontiert werden, dann nehmen Sie unverbindlich Kontakt mit uns auf.

Wir planen Ihr Verfahren und Ihre Verteidigung.