Flughafenzoll – Drogenschmuggler und Verstoß gegen das BtMG

Der Einfuhrschmuggel von Betäubungsmittel läuft nicht nur über Land, sondern auch durch die Luft, mittels Flugzeug. In der Regel verteidigen wir Mandanten, die am Flughafen Düsseldorf und Flughafen Frankfurt am Main mit Drogen aufgegriffen wurden, die sie zuvor in die Bundesrepublik Drogen eingeschwärzt haben. An allen großen deutschen Flughäfen werden jährlich mehrere hundert Passagiere aufgegriffen, die Betäubungsmittel in die Bundesrepublik verbringen.

Hierbei haben wir bereits Mandanten mit kleineren Mengen an XTC, Amphetamin, Crystal Meth, Heroin oder Kokain oder Marihuana verteidigt, aber auch Kilos an Kokain und anderen Substanzen, die eingeschmuggelt wurden. In der Regel verteidigen wir aber Mandanten bei denen ein paar Hundert Gramm oder ein paar Kilo Drogen Gegenstand der Einfuhr sind.

Wir sprechen fließend englisch und können somit auch die internationalen Kuriere gewinnbringend verteidigen.

Menschen nehmen immer wieder Drogen in den Urlaub mit, sei es zu Festivals, zum Junggesellenabschied oder weil man davon ausgeht, dass man am Zielort nur schwer an Betäubungsmittel rankommt. Die Drogen werden dann ins Handgepäck oder den Koffer, welcher aufgegeben wird, verstaut. Bei Stichprobenkontrollen kann der Zoll sodann fündig werden und ein Verfahren wegen Verstoß gegen das BtMG einleiten.

Wie werden Drogen im Flugzeug geschmuggelt?

Es gibt nur 3 Optionen für Schmuggler im Flugzeug Drogen zu schmuggeln:

  • am Körper
  • im Körper
  • im Gepäck / Handgepäck

Welche Drogen werden in der Regel am Flughafen sichergestellt?

Ein Großteil der Drogen, die über die vier größten Flughäfen in Deutschland – als Drehkreuz – Berlin – Tegel, Düsseldorf, München, Frankfurt am Main geschmuggelt werden sind Kokain und Heroin. Allein am Frankfurter Flughafen wurden im Jahre 2016 über 5.000 kg Rauschgift sichergestellt (dies umfasst sowohl den Postversandt, als auch den Schmuggel durch Passagiere).

In Einzelfällen wir der Zoll aber auch kleinere Mengen Amphetamin, Designerdrogen wie XTC oder Crystal Meth, Haschisch und Marihuana sicherstellen.

Nach welchen Kriterien wählen Zöllner aus, welche Personen am Flughafen wegen eines Verdachts gegen das BtMG kontrolliert werden?

Kontrollen werden bei der Einreise und Abreise durchgeführt und hierbei wird man unterschiedliche Methoden wählen.

Sonderkontrolle bei der Ausreise: Verdacht auf Drogen oder Sprengstoff.

Drogenspürhunde am Flughafen

Am Flughafen werden stichprobenartig, aber vor allem bei Flügen, bei denen es häufiger zu Verstößen gegen das BtMG kommt, Kofferreihen mit Rauschgiftspürhunden abgegangen.

Schlägt der Hund an (in der Regel setzt er sich sodann vor den Koffer), dann wird man dieses Gepäckstück näher untersuchen.

Erfahrung der Drogenfahnder

Besonders wird den Zöllnern Alleinreisende ins Auge fallen, die sich besonders nervös verhalten bzw. schwitzen. Man mag denken, dass ein Kurier besonders hart gesotten ist, aber die Praxis zeigt, dass hier die natürlichen, körperlichen Signale des Öfteren dazu führen, dass der Zoll hier genauer hinsieht.

Drogen am Körper

Textilen werden mit flüssigem Kokain imprägniert und getränkt. Hierbei werden häufig Jeans verwendet. Diese Schmuggelhosen werden immer beliebter.

Welche Flüge werden am häufigsten kontrolliert?

Das kommt auf die Art von Drogen an, die man finden will bzw. erwartet.

Es handelt sich hierbei um sogenannte Hochrisikoflüge.

Kokain

Wir am häufigsten aus Südamerika geschmuggelt

  • Caracas
  • Curacao
  • Kolumbien

Heroin & Opium

Wird man am häufigsten auf Flügen aus Asien und Südostasien finden. Hierbei sind vor allem Flüge aus Pakistan, Afghanistan und vor allem Indien betroffen.

Bodypacker – Schlucker und andere Körperöffnungen 

Drogen wie Heroin und Kokain werden geschluckt. Platz ein Ballon, dann ist eine Überdosis und der Tod der Kuriers wahrscheinlich.

Hierbei haben, wegen der Röntgengeräte, viele Bodypacker auf Packs mit flüssigem Kokain ihre Arbeitsweise bereits umgestellt.

Die Drogen müssen aber nicht geschluckt werden. Es gab Fälle, in denen statt Silikon Drogen als Brustimplantate fungierten.

Drogen können aber auch in einem Kondom verpackt, rektal oder vaginal eingeführt transportiert werden. In sogenannten Kokain-Fingerlingen transportieren Bodypacker die Drogen im Darm bis zu ihrem Ziel. In der Regel wird Kokain mit einem sehr hohen Reinhaltsgehalt durch den Bodypacker transportiert. Für die Zöllner ist es nicht möglich äußerlich zu erkennen, ob ein Fluggast Drogen im Darm schmuggelt. Mittels Ionen-Mobilitäts-Spektrometer können die Zollbeamten überprüfen, ob ein Passagier Drogen im Körper schmuggelt. Verläuft diese Überprüfung positiv wird der Betroffene geröntgt.

Wie verhalte ich mich, wenn der Zoll Drogen bei mir sichergestellt hat?

Nunmehr dürfte Ihnen klar und bewusst sein, dass gegen Sie wegen des Verdachts des Verstoßes gegen das BtMG ermittelt wird. Nehmen Sie bitte umgehend Kontakt mit einem Strafverteidiger auf, der auf die Verteidigung von Betäubungsmittelverfahren spezialisiert ist. In jedem Fall gilt, machen Sie von Ihrem Schweigerecht Gebrauch und machen Sie keine Angaben zur Sache. Machen Sie auch von Ihrem Recht zu Schweigen Gebrauch, wenn Ihnen Untersuchungshaft angedroht wird oder ein Haftbefehl gegen Sie erlassen wird.

  1. Machen Sie keine Angaben gegenüber dem Zoll bzw. der Polizei.
  2. Wir zeigen Ihre Verteidigung an, beantragen Akteneinsicht und werden, wenn wir die Akte erhalten, uns gegebenenfalls schriftlich für Sie zur Sache äußern. In dieser umfangreichen Verteidigungsschrift nehmen wir Stellung zu sämtlichen tatsächlichen und rechtlichen Fragen.
  3.  Einen Vernehmungstermin werden Sie nicht wahrnehmen und dieser wird, falls er noch aussteht, durch uns abgesagt. Die Korrespondenz mit Polizei und Staatsanwaltschaft erfolgt ausschließlich über unsere Kanzlei.
  4. In der Regel wird nach ca. 4 – 12 Wochen Akteneinsicht gewährt. Wir erhalten dann Akteneinsicht, wenn die Ermittlungen abgeschlossen sind. Ermittlungsverfahren dauern erfahrungsgemäß ca. 4 – 8 Monate. In dieser Zeit werden Sie automatisch durch unsere Kanzlei informiert, wenn uns Neuigkeiten bekannt sind.
  5. Zu diesem Zwecke füllen Sie bitte Vollmacht und Fragebogen Neumandant aus und übersenden Sie uns die Unterlagen per Fax oder E – Mailscan. Bitte fügen Sie das Sicherstellungsprotokoll bei. Gerne erfragen wir auch den Sachbearbeiter und das Aktenzeichen, wenn dies erforderlich sein sollte.
  6. Sie erhalten unverzüglich die Abschriften unserer Schreiben durch unser Sekretariat, wenn Sie uns Ihre Daten übermittelt haben. Unser Team steht Ihnen mit allen Hilfestellungen gerne zur Verfügung. Zwischenfragen lassen sich immer komfortabel mittels E – Mail beantworten, wenn wir bei Gericht sein sollten.