Kommt die Staatsanwaltschaft nach Beendigung des Ermittlungsverfahrens zu dem Ergebnis, dass ein hinreichender Tatverdacht wegen des Verdachts des Verstoßes gegen das BtMG besteht, so erhebt sie Anklage. Die Staatsanwaltschaft reicht eine Anklageschrift bei dem zuständigen Amts- oder Landgericht ein. Das Gericht stellt Ihnen die Anklageschrift zu. Spätestens jetzt ist es wirklich Zeit, dass sich ein Profi um Ihre Sache kümmert. In Ihrem eigenen Interesse sollten Sie umgehend nach Erhalt der Anklageschrift einen Strafverteidiger mit der Wahrnehmung Ihrer Verteidigung beauftragen. Sie sind jetzt nicht mehr Beschuldigter in einem Ermittlungsverfahren, sondern Angeschuldigter in einem Strafverfahren. Die Staatsanwaltschaft hat gegen Sie Anklage erhoben, da nach Durchführung der Ermittlungen im Ermittlungsverfahren, aus Sicht der Staatsanwaltschaft eine Verurteilung wegen des Verstoßes gegen das BtMG wahrscheinlicher ist, als ein Freispruch. Wenn nun das zuständige Gericht diese Anklageschrift zur Hauptverhandlung zulässt, ist es zu der Auffassung gelangt, dass der Angeschuldigte hinreichend verdächtig ist, die ihm zur Last gelegte Tat wegen des Verstoßes gegen das BtMG rechtswidrig und schuldhaft begangen zu haben. Es beschließt die Eröffnung des Hauptverfahrens mittels schriftlichen Eröffnungsbeschluss. Nach Eröffnung des Hauptverfahrens wird durch das Gericht der Termin für die Gerichtsverhandlung, öffentliche Hauptverhandlung, bestimmt. In der Regel vergehen einige Monate zwischen Zustellung der Anklageschrift und Beginn der Gerichtsverhandlung.

Mir wurde eine Anklageschrift zugestellt, kann die Strafsache noch außergerichtlich beigelegt werden?

Gegen Sie wurde Anklage zum Amtsgericht erhoben, da die Staatsanwaltschaft eine Möglichkeit der außergerichtlichen Verfahrensbeilegung nicht in Betracht gezogen hat. In wenigen Fällen irrt sich aber die Staatsanwaltschaft. Wenn Sie beispielsweise über 21 Jahre alt sind und erstmalig mit einer geringen Menge Betäubungsmittel zum Eigenkonsum aufgegriffen wurden, können wir unter Umständen trotz Anklageerhebung eine außergerichtliche Verfahrenslösung für Sie herbeiführen. Wie immer ist dies ganz klar einzelfallbezogen. Setzen Sie sich mit uns in Verbindung und lassen Sie sich umfassend beraten. Die Vermeidung von Gerichtsverhandlungen ist stets unser Ziel und die zu bevorzugenden Lösung. Sie müssen sich keiner öffentlichen Gerichtsverhandlung aussetzen und sparen neben Zeit und Nerven auch Geld.

Warum benötige ich einen Strafverteidiger bei einem Verstoß gegen das BtMG?

Betäubungsmittelstrafrecht ist ein Spezialgebiet des Strafrechts. Die Mandanten auf diesem Gebiet sind genauso speziell, wie die Materie selbst. Als Strafverteidiger, kennen wir die Rechtsprechung der Gerichte und wissen genau, auf was es in Ihrem Fall ankommt. Immer entscheidet eine gute Vorbereitung des Mandanten über den Ausgang des Gerichtsverfahrens. Wir bereiten Sie auf den Gerichtstermin vor und stellen gemeinsam mit Ihnen die entscheidenden Weichen für den positiven Ausgang Ihres Strafverfahrens. Im Betäubungsmittelstrafrecht werden sehr viele Straftatbestände mit sogenannten Mindeststrafen geahndet. In vielen Fällen liegen diese bei mindestens einem Jahr Freiheitsstrafe und mehr. Wir haben uns auf die bundesweite Verteidigung in Betäubungsmittelstrafsachen spezialisiert und greifen auf die nötige praktische Erfahrung zurück, die notwendig ist, um Ihr Verfahren erfolgreich zu gestalten. Wir haben in den vergangenen Jahren unzählige Kleinstverfahren, Plantagenverfahren, Kiloverfahren und Verfahren organisierter Bandenkriminalität im Zusammenhang mit dem Handel, Einfuhrschmuggel und Besitz von Betäubungsmitteln verteidigt. Wir verstehen uns als Ihr Beistand und vertreten Ihre Interessen mit Konsequenz gegenüber dem Gericht und den Ermittlungsbehörden.

Wenn Ihnen eine Anklageschrift wegen des Verdachts des Verstoßes gegen das BtMG zugestellt wird, gilt Folgendes:

  1. Nehmen Sie Kontakt mit uns auf. Doktern Sie bitte nicht selbst an der Sache rum. Gehen Sie nicht ohne Verteidiger zum Gerichtstermin und gucken mal, was die so wollen.
  2. Wir zeigen Ihre Verteidigung gegenüber dem Gericht an, beantragen Akteneinsicht und werden nach Erhalt der Akte den Akteninhalt mit Ihnen besprechen.
  3. Wir bereiten Sie auf Ihren Hauptverhandlungstermin vor.
  4. Zu diesem Zwecke füllen Sie bitte Vollmacht und Fragebogen Neumandant aus und übersenden Sie uns die Unterlagen per Fax oder E – Mailscan. Bitte fügen Sie die Unterlagen, die Sie durch die Justiz erhalten haben, bei.
  5. Sie erhalten unverzüglich die Abschriften unserer Schreiben durch unser Sekretariat, wenn Sie uns Ihre Daten übermittelt haben. Unser Team steht Ihnen mit allen Hilfestellungen gerne zur Verfügung. Zwischenfragen lassen sich immer komfortabel mittels E – Mail beantworten, wenn wir bei Gericht sein sollten.

Mir wurde eine Anklageschrift durch das Gericht zugestellt und ich soll einen Pflichtverteidiger benennen?

Es gibt Strafverfahren wegen des Verdachts des Verstoßes gegen das BtMG, bei denen die Mitwirkung eines Verteidigers notwendig ist. Sie also nicht mehr unverteidigt vor Gericht ziehen können. Das ist beispielsweise dann der Fall, wenn gegen Sie Anklage vor dem Landgericht erhoben wurde, Ihnen ein Verbrechen zur Last gelegt wird (der Gesetzgeber sieht für Verbrechenstatbestände Mindestfreiheitsstrafen von 1 Jahr vor), Sie sich in Untersuchungshaft befinden, Ihnen ein Bewährungswiderruf droht oder aufgrund der Schwierigkeit der Sach- oder Rechtslage, um nur einige Beispiele zu nennen. In der Regel ist dass der Fall, wenn gegen Sie Anklage vor dem Amtsgericht – Schöffengericht – erhoben wurde, gegen Sie Anklage vor dem Landgericht erhoben wurde.

Anwalt BtM Kanzlei Louis & Michaelis in Essen Anklageschrift durch das Amts- oder Landgericht zugestellt
Anwalt BtM Kanzlei Louis & Michaelis in Essen Anklageschrift durch das Amts- oder Landgericht zugestellt

 

Mit der Zustellung der Anklageschrift kann folgendes vom Gericht bestimmt werden:

Ihnen soll ein Pflichtverteidiger beigeordnet werden. Sie können binnen einer Woche einen Anwalt Ihrer Wahl benennen. Anderenfalls wird das Gericht von Amts wegen Ihnen einen Pflichtverteidiger beiordnen.“

Nehmen Sie frühzeitig Kontakt mit uns auf. Warten Sie nicht, bis das Gericht Ihnen einen Verteidiger zur Seite stellt. Wir vertreten regelmäßig Mandanten vor dem Amts- und Landgericht in Essen, Mülheim an der Ruhr, Duisburg, Bochum und Dortmund sowie in ganz Nordrhein Westfalen als Pflichtverteidiger. Die Frage, ob Sie uns als Pflichtverteidiger „beiordnen“ lassen können, erfragen Sie einfach telefonisch bei mir und ich stelle bei Bedarf einen entsprechenden Antrag auf Beiordnung als Pflichtverteidiger bei Gericht.